Pro und Contra: Ihre Argumente für oder gegen Organspende und Gewebespende

Die Frage nach der eigenen Bereitschaft, nach dem Tod Organe- und Gewebe zu spenden, ist sehr persönlich und für viele nicht einfach zu beantworten. Schließlich ist das Thema eng mit dem eigenen Tod und dem anderer Menschen verbunden.

Es löst daher häufig Unsicherheit und Ängste aus. Umso wichtiger ist es, Vor- und Nachteile zu diskutieren und Meinungen auszutauschen.  

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Was spricht aus Ihrer Sicht für eine Organ- und Gewebespende? Welche Gründe sprechen für Sie dagegen? Teilen Sie uns Ihre Meinung und Ihr persönliches Argument mit, warum Sie für oder gegen Organspende und Gewebespende sind.

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Pro

Organspende gibt Hoffnung und eine zweite Chance zum Leben

Pro

Das ist gut, denn es könnte das Leben eines Menschen retten.

Contra

Ich bin Schüler einer 10 Klasse und wir behandeln gerade das Thema und obwohl ich hier viele Vorteile lese habe ich trotzdem Angst nach dem Tod auch wenn ich nix spüre aufgeschnitten zu werden weil der Körper ist irgendwo noch ein Teil des Lebens und des Todes und nach dem Tod sollte der Körper einfach in ruhe gelassen werden

Pro

Ich bin für eine Organspende, da ich damit jemand anderem sehr wahrscheinlich das Leben retten kann. Punkt. In der heutigen Welt achten viele leider nur auf sich und nicht auf andere. Das ist schade. Den Gedanke, jemand anderes lebt nach meinem Tod mit meinen Organen weiter und kann ein gutes Leben führen, ganz egal wer, finde ich schön. Du schenkst jemandem Leben, der ewig auf ein Spenderorgan wartet und Angst haben muss, zu sterben, wenn er keines erhält.

Pro

Ich bin für die Organspende, da ich leider auch durch Krankheit direkt betroffen bin. Es kann ja jeder für sich entscheiden was er will. Ich war und bin nun leider wieder seit etwa einem Jahr Dialysepatient. Nachdem ich schon einmal über 7 Jahre Dialyse hatte und und auf ein Spenderorgan gewartet habe bin ich für die Organspende und über 14 Jahre relativ normales Leben mit einer anderen Lebensqualität äußerst dankbar. Solange man nicht direkt betroffen ist die Situation doch gravierend anders.

Contra

Der Hirntod ist eine Konvention, eine gut begründete medizinische Festlegung. Für mich gehört der gesamte Sterbeprozess zum Leben, dessen endgültiges Ende für mich nicht im OP stattfinden soll. Mich beunruhigt, dass die öffentliche Diskussion die Organspende zunehmend als Pflichtabgabe erscheinen lässt. Jeder Mensch hat mit seiner individuellen Würde das Recht auf seinen Körper und seinen Tod. Demnach erwarte ich auch nicht, dass mein Leben durch eine Organspende gerettet würde.

Contra

Ich hatte eine Nahtoderfahrung erhielt später eine Bluttransfusion, die mein Körper mit heftigen Reaktionen wohl abgelehnt hat. Beide Ereignisse führten nach reiflicher Überlegung zu dem Schluss, weder Organe und Blut zu spenden, noch solch Gespendetes anzunehmen. Ich akzeptiere in aller Konsequenz die Endlichkeit meines irdischen Daseins.

Pro

Ich fand es nach dem Tod meines Vaters sehr tröstlich, dass, durch seine vorherige Entscheidung für eine Organspende, das Leben eines anderen Menschen erhalten/verbessert werden konnte. Mir war vorher auch gar nicht klar, dass auch ältere und kranke Menschen (mein Vater starb an Lungenkrebs) nach ihrem Tod durchaus für Spenden infrage kommen.

Contra

Früher war ich überzeugt von der Organspende! Jetzt, wo ich im amb. Hospizdienst arbeite, sehe ich oft Menschen in Frieden sterben - zu Hause, in Ruhe, bei Angehörigen. Wenn möglich, wünsche ich mir ebenso solch einen friedlichen, ungestörten Tod im vertrauten Umfeld. Diese große Reise ins Unbekannte möchte ich nicht durch einen med. Eingriff im OP-Saal unter Fremden gestört haben. Niemand weiß genau, was im Sterbeprozess mit unserer Seele passiert. Ich hoffe auf einen Freund an meiner Seite.

Contra

Ich werde meine Anfang 2024 erteilte Zustimmung zur Organspende wieder rückgängig machen, weil mir seitdem erhebliche Zweifel am Verfahren gekommen sind. Wird über meinen Hirntod vielleicht schneller und früher entschieden, wenn im Nebenzimmer - sagen wir mal überspitzt - der Bundeskanzler (wer das dann auch immer sein mag) auf ein Organ wartet? Es gibt überall "schwarze Schafe", die vielleicht aus Profitgier eine Entscheidung gegen mich und für den anderen treffen. Da fehlt mir das Vertrauen.

Pro

Ich bin seit über 20 Jahren Blutspender und bekommen dafür kein Geld. Nur 1% der Bevölkerung spendet, aber alle wollen im Ernstfall Blut haben. Wenn ich Hirntot bin, brauche ich meine Organe nicht mehr und kann somit noch ein Leben retten. Jeder der den Ausweis verweigert, sollte sich mal fragen, was er im Fall macht, wenn er bzw.. sie selbst ein Organ braucht. Lehnt er oder Sie, dann auch ab und stirbt lieber. Oder wenn das eigene Kind ein Organ braucht.

Hinweis
Laut Deutschem Roten Kreuz (DRK) sind 3 Prozent der Bevölkerung in Deutschland Blutspenderin oder -spender. …
Contra

Ich bin an sich nicht direkt gegen die Organspende nach dem Tod. Ich denke/wünsche mir, dass nach dem Tod noch etwas kommt (was auch immer es sein soll) und wenn es so ist, dann möchte ich dort "als ganzes" ankommen. Weil was ist wenn ich nicht "rein darf" weil mir etwas fehlt? Ich finde es sehr schade, dass man sich heutzutage wirklich schuldig fühlen muss nur weil man "Nein" ankreuzt. Jeder denkt anders und das sollte ok sein. Außerdem kann ich mein Kreuz im laufe des Lebens ja noch umkreuzen.

Contra

Es heißt doch Organspende und eine solche sollte doch unabdingbar freiwillig sein und es darf kein Druck auf potentielle Spender ausgeübt werden. Auch wenn sich manche nicht entscheiden können oder wollen ist das legitim. Mit demWeg zur Widerspruchslösung hat sich das Thema für mich erledigt. So leid mir Menschen tun, die auf ein Organ warten, es gibt keine Pflicht, auch keine moralische.

Contra

Hallo, ich bin gegen eine Organspende. Es hat damit zutun, dass ich nicht weiß, wer meine Organe erhalten würde. Es könnte eine Person sein, die ich, wenn ich sie kennen würde, sehr unsymphatisch finde. Eine Person, die ein schlechter/krimineller/toxischer/aggressiver/rassistischer/extremistischer usw. Mensch sein könnte. Ich würde dieser Person durch meine Spende ermöglichen, weiterzuleben. Das will ich nicht, das kann ich nicht vertreten.

Pro

Wenn durch mich ein Anderer wieder sein Leben genießen kann und die Chance bekommt, Gutes zu tun.  Ist das für mich Grund genug, „Ja“ zu Organspende zu sagen und somit auch „Ja“ zu „Organtransplantation“. -Denny

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